Diagnose

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Die Diagnose der Gicht erfolgt in erster Linie mithilfe von Blutuntersuchungen.

Blutuntersuchung

Bei der Blutuntersuchung wird vor allem der Harnsäurewert im Blut bestimmt.

Liegt dieser über 6,5 beziehungsweise 7,0 mg/dl, besteht eine Hyperurikämie. Dieser Befund sollte im Auge behalten werden, ob sich die Werte verschlechtern oder wieder verbessern.

Außerdem ist eine Behandlung und eine Ernährungsumstellung angezeigt, damit die Gicht nicht ausbricht.

Bei Harnsäurewerten über 8 oder gar 9 mg/dl droht in Kürze ein Gichtanfall. Eine Behandlung und Ernährungsumstellung ist unbedingt erforderlich, um den Gichtanfall zu verhindern.

Wenn man das Blut während eines akuten Gichtanfalls untersucht, kann der Harnsäurewert durchaus relativ niedrig sein. Die Harnsäure hat sich in diesem Fall bereits in den Gelenken abgelagert und ist daher nicht mehr in übergroßer Menge im Blut zu finden.

Befragung / Anamnese

Zu einer sorgfältigen Gicht-Diagnose gehört natürlich auch eine gründliche Befragung.

Der Arzt wird nach Verwandten mit Gicht fragen.

Außerdem wird er nach den Ernährungs- und Trink-Gewohnheiten fragen.

Wichtig ist auch die Frage, ob in der Vergangenheit bereits Gichtbeschwerden, beispielsweise Gichtanfälle, aufgetreten sind.

Andere Grunderkrankungen ausschließen

Bei der Gichtdiagnose ist es wichtig, dass man zwischen der primären und der sekundären Gicht unterscheidet.

Wenn die Gicht die Folge einer anderen Erkrankung ist, dann sollte diese Erkrankung unbedingt erkannt und behandelt werden.

Daher reicht es nicht aus, nur die Harnsäurewerte im Blut zu ermitteln.

Mitunter sind umfangreiche Blutuntersuchungen notwendig, um vollständige Klarheit zu erlangen. Doch darum kümmert sich der Arzt meistens automatisch, ohne dass man es als Patient mitbekommt. Er nimmt einfach etwas mehr Blut ab und lässt zusätzliche Blutwerte überprüfen, beispielsweise ein Blutbild oder den Blutzucker.

Differentialdiagnose

Nicht immer verläuft die Gicht nach dem klassischen Muster.

Wenn nach einer Feier nachts das Großzehengrundgelenk schmerzhaft anschwillt und die Harnsäurewerte stark erhöht sind, ist der Fall schnell klar.

Aber die Gicht kann sich auch ganz anders bemerkbar machen.

Manchmal ist das Knie zuerst betroffen, oder man hat nicht üppig getafelt, sondern eifrig Sport betrieben. Manchmal sind auch die Harnsäurewerte niedrig bei einem Gichtanfall.

In wieder anderen Fällen beginnt die Gicht ohne akuten Gichtanfall. Es kann gleich zu anfallslosen Schmerzen an mehreren Gelenken kommen oder zu Gichttophi ohne vorhergehende Anfälle.

Bei sportlicher Aktivität als Auslöser des Anfalls muss man eine Verletzung des Gelenkes ausschließen.

Bei mehreren betroffenen Gelenken oder niedrigen Harnsäurewerten müssen Rheuma oder Arthrose ausgeschlossen werden (siehe Seite 90).

Auch bei der Bildung von Gichttophi vor dem Auftreten von Anfällen muss man die Knoten von anderen Knoten, beispielsweise Rheumaknoten unterscheiden. Dazu eignet sich eine Untersuchung des Knoteninhaltes.


 



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