Hyperurikämie

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Die Hyperurikämie ist eigentlich noch keine Erkrankung. Sie ist aber eine ernsthafte Vorstufe der Gicht. Wenn man eine Hyperurikämie ignoriert und nicht behandelt,  kann es früher oder später zum Ausbruch der Gicht kommen.

Bei der Hyperurikämie sind die Harnsäurewerte im Blut erhöht.

Genau das besagt auch schon der kompliziert klingende Name:

·         Hyper = zu viel

·         Urik = Wortteil für die Harnsäure

·         Ämie = im Blut

 

Von einer Hyperurikämie spricht man, wenn mehr als 6,5 mg/dl Harnsäure im Blut vorliegt, weil ab dann die Harnsäure auskristallisiert.

Nach dieser Definition haben sehr viele Männer eine Hyperurikämie, nämlich fast 30%.

Bei den Frauen liegt diese Quote sehr viel niedriger, sie liegt bei etwa 2,5%.

Eine andere Definition legt die Grenze zur Hyperurikämie anhand der Normalwerte fest. Bei Männern beginnt die Hyperurikämie dann erst über 7,0 mg/dl. Bei Frauen beginnt sie schon ab 6,0 mg/dl. Diese Definition trifft naturgemäß auf weniger Männer zu, weil der Grenzwert ja höher liegt. Unter den Frauen sind es hingegen mehr, wegen niedrigerem Grenzwert. Der Ausbruch der Gicht richtet sich jedoch nicht nach offiziellen Grenzwerten, sondern nach dem Befinden des Körpers.

Wenn die Harnsäurewerte 9 mg/dl überschreiten, dann droht ein Gichtanfall mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Daher besteht ein erhöhter Handlungsbedarf, wenn die Harnsäurewerte so hoch werden.

Auch schon Harnsäurewerte ab 8 mg/dl haben häufig, mit etwa 40%iger Wahrscheinlichkeit, Gichtanfälle zur Folge.

Bei der Hyperurikämie hat man noch keine Beschwerden durch die Gicht.

Häufig wird sie zufällig bei einer Blutuntersuchung entdeckt.

Manche Menschen lassen die Blutwerte auch gezielt untersuchen, weil sie Verwandte mit Gicht haben. Dies ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme für alle, bei denen die Gicht in der Familie vorkommt.

Oft genug bleibt die Hyperurikämie aber auch unerkannt, bis sich die Gicht mit dem ersten akuten Gichtanfall meldet.

Eine Hyperurikämie kann man oft schon dadurch in den Griff bekommen, dass man besonders purinreiche Nahrungsmittel weglässt und sich bei alkoholischen Getränken zurück hält.

In schwierigeren Fällen kann man Medikamente einsetzen und die Naturheilkunde zu Hilfe nehmen.

Zur Überprüfung des Behandlungserfolges sollten die Harnsäurewerte im Blut regelmäßig untersucht werden.

Wenn die Hyperurikämie sorgfältig behandelt wird, kann man in den meisten Fällen den Ausbruch der Gichterkrankung verhindern.



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