Weitere Hausmittel gegen Gicht

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Einige weitere Hausmittel eignen sich zur Behandlung der Gicht.

Teilweise helfen sie beim akuten Gichtanfall und teilweise bei der Senkung der Harnsäurewerte.

Füße warm halten

Die Füße sind besonders häufig betroffen von Gichtanfällen, weil die Füße meistens relativ kalt sind.

Durch die Kälte kann die Harnsäure leichter auskristallisieren als wenn es wärmer ist.

Daher kommt es manchmal zu Gichtanfällen, wenn die Füße über mehrere Stunden hinweg kalt waren. Das kann beispielsweise passieren, wenn man beim Angeln im kalten Wasser steht, oder wenn man mit dünnen Socken und leichten Schuhen im Winter draußen unterwegs ist.

Auch die generelle Neigung zur Ablagerung der Harnsäurekristalle wird durch kalte Gliedmaßen, insbesondere der Füße, erheblich verstärkt.

Daher hilft es als Vorbeugung, wenn man seine Füße immer möglichst warm hält.

Besorgen Sie sich warme, weite Socken und warme Hausschuhe.

Speise-Natron

Die Harnsäure löst sich am besten im Harn auf, wenn der Harn einen pH-Wert zwischen 6,3 und 7,0 hat. Das ist etwas weniger sauer als im Allgemeinen üblich.

Mit einem einfachen Hausmittel kann man den Säuregehalt des Harns etwas verringern, damit sich die Harnsäure besser auflösen und dadurch besser ausgeschieden werden kann.

Die Grundlage für diese Hausmittel-Behandlung sollte eine Überprüfung des Harns mittels Teststreifen sein (siehe Seite 31). Wenn der pH-Wert bei der Messung zwischen 5 und 6 liegt, dann ist das zwar normal, aber nicht optimal für die Harnsäure-Ausscheidung.

In diesem Fall kann man vorsichtig Speise-Natron verwenden, um den Harn etwas alkalischer zu machen.

Speise-Natron ist in der Backabteilung von Supermärkten und Drogerien erhältlich (z.B. als Kaisernatron oder Bullrichsalz).

So wendet man das Speise-Natron an:

·         Geben Sie einen Teelöffel Speise-Natron in ein Glas Wasser.

·         Es löst sich auf und schäumt dabei.

·         Trinken Sie das Gemisch in kleinen Schlucken

·         Trinken Sie ein bis drei Gläser täglich mit dieser Mischung.

·         Kontrollieren Sie den Erfolg mithilfe von Harnteststreifen.

 

Geschmacklich ist das Speisenatron nicht sehr wohlschmeckend, aber es kann sich möglicherweise lohnen, um die Harnsäure besser ausscheiden zu können.

Alternativ zu Speisenatron kann man auch Kalium-Zitrat einsetzen. Es schmeckt etwas weniger schlecht, wirkt aber schwächer.

Schutz für den Fuß

Beim akuten Gichtanfall ist das entzündete Gelenk so empfindlich, dass selbst die Bettdecke zu schwer ist. Die Schmerzen werden verstärkt, wenn die Bettdecke auf dem kranken Fuß liegt.

Man kann den Fuß zwar aus der Bettdecke herausstrecken, aber dadurch wird mitunter der gesamte Fuß zu kalt. Manche empfinden es auch als ungemütlich, wenn der Fuß aufgedeckt bleiben muss.

Abhilfe bringt hier eine kleine Schutzhütte für den entzündeten Fuß.

Dazu braucht man eine kleine Pappkiste. Sie muss gerade groß genug sein, damit sie bequem über den Fuß passt, auch wenn man den Fuß darin hin und her bewegt.

So verwandeln Sie eine Pappkiste in ein Gicht-Schutzhäuschen:

·         Entfernen Sie die Deckelklappen der Pappkiste, damit sie in eine Richtung offen ist. Die offene Seite wird später nach unten zeigen.

·         Schneiden Sie eine halbrunde Öffnung in eine Seite der Pappkiste, ähnlich wie die Öffnung bei einer Hundehüte. Die Öffnung muss groß genug sein, damit Ihr Unterschenkel darin locker Platz hat.

·         Stülpen Sie die Pappkiste so über den entzündeten Fuß, dass die Öffnung den Unterschenkel umschließt.

 

Sie können diese Schutz-Kiste einerseits im Bett verwenden, um die Decke darüber auszubreiten.

Wenn Sie wollen, können Sie die Schutz-Kiste auch verwenden, wenn Sie auf dem Sofa sitzen und Ihren gichtkranken Fuß dort lagern. Die Kiste schützt den Fuß dann vor tobenden Kindern oder Haustieren.


 



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